Beitrags-Archiv für die Kategory 'Sonstiges im Netz'

Hochauflösende Bilder vom Manuskript

Dienstag, 5. Juli 2011 15:23

Wer hochauflösende Bilder vom Voynich-Manuskript betrachten möchte, aber mit dem Angebot der Beinecke-Bibliothek nicht zufrieden ist, sollte sich einmal den Voynich Manuskript Voyager von Jason Davis anschauen.

Besonders erfreulich ist es, dass sich dort Vergrößerungsstufe und Ausschnitt bequem verlinken lassen. Das ist großartig!

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Leseempfehlung (englisch)

Montag, 13. Juni 2011 1:57

Es ist besonders interessant, dass selten vorkommende Zeichen vermehrt am Ende der Zeile und häufiger vorkommende Zeichen vermehrt am Zeilenanfang auftreten.

Wer sich für das „verdammte Manuskript“ interessiert und etwas Englisch kann (und sich nicht an einem trockenen, faktenbasierten Text stört), sollte unbedingt die Arbeit von Sravana Reddy und Kevin Knight „What We Know About The Voynich Manuscript“ lesen. Auch ich habe darin einige Beobachtungen gefunden, die mir neu waren.

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Das McCrone-Gutachten ist online

Donnerstag, 2. Juni 2011 2:47

Die chemische Analyse der im Voynich-Manuskripte verwendeten Tinte(n) durch das McCrone-Institut (im Auftrag des ORF für die Dokumentation, die 2009 gesendet wurde) ist jetzt veröffentlicht – und wenn nicht Nick Pelling in seinem Blog darauf hingewiesen hätte, denn hätte ich es gar nicht mitbekommen. Das achtseitige Dokument steht auf der Voynich-Seite der Beinecke-Bibliothek als PDF für interessierte Leser zur Verfügung. Leider hat die Beinecke-Bibliothek eine reine Textversion veröffentlicht, und die im Text erwähnten Abbildungen – unter anderem eine aus meiner Sicht hochinteressante Ultraviolett-Aufnahme der Seite f1r, die auch einige bislang ungesehene Features offenbart hat – sind nicht Bestandteil der Veröffentlichung. Das ist schade und ich hoffe sehr, dass diese Bestandteile der Analyse demnächst nachgereicht werden.

Zum Glück ist Englisch viel leichter zu lesen als der Text des „verdammten Manuskriptes“, aber für jene, die nur eine kurze Zusammenfassung ohne die „blutigen Details“ haben möchten, seien hier sehr kurz einige Punkte aufgeführt:

Tinte – Für den Text und den Umriss der Illustrationen wurde mit allergrößter Wahrscheinlichkeit die gleiche Tinte verwendet.

Seitennummerierung – Wer sich schon etwas eingehender mit den hochauflösenden Bildern des Manuskriptes beschäftigt hat, wird nicht überrascht sein, dass bei der Nummerierung der Seiten eine andere Tinte verwendet wurde.

Die Nummerierung der Buchbündel, die schließlich zum Codex gebunden wurden, ist in einer dritten Tinte ausgeführt.

Das lateinische Alphabet auf Seite f1r wurde mit einer vierten Tinte geschrieben.

Darüber hinaus wurde auch die Zusammensetzung der Farben untersucht.

Kurze Interpretation

Ich bin nicht besonders überrascht. Dass die Nummerierung der Seiten mit einer anderen Tinte als der „Text“ des Manuskriptes geschrieben wurde, zeigte sich bereits in der deutlich anderen Farbe – für mich sah die Seitennummerierung immer nach einer späteren Hinzufügung aus. Für diese Annahme gibt es jetzt auch ein hartes Indiz. Das bedeutet unter anderem, dass die heute vorliegende Reihenfolge der Seiten nicht unbedingt den Absichten des Autors oder der Autoren entsprechen muss. Schlussfolgerungen aus der Reihenfolge der Seite stehen also auf schwachen Füßen.

Die Beobachtung von J. B. Hurych, dass die Form der Ziffern Ähnlichkeiten zur Handschrift der Glyphen im „Text“ des Manuskriptes aufweist, scheint auf diesem Hintergrund nicht mehr ein so sicheres Indiz dafür zu sein, dass diese Nummerierung vom Autor vorgenommen wurde. Allerdings spricht nichts dagegen, dass sie dennoch viele Jahre später vom Autor hinzugefügt wurde, vielleicht auch, weil das Buch gebunden oder neu gebunden werden sollte.

Dass die einzelnen Buchbündel von den Buchbindern nummeriert wurden, überrascht nicht. Es handelt sich um eine eher „technische“ Angabe. Und das stark verblichene, ausradierte lateinische Alphabet auf der ersten Seite machte schon immer den starken Eindruck, ein Überbleibsel eines früheren Entzifferungsversuchs zu sein und nicht vom Autor zu stammen. Dies deckt sich auch mit den Schlüssen Jorge Stolfis aus dem Jahr 1999 (hui, 5 Uhr morgens, das klingt nach einer langen Nacht).

Also alles in allem nichts Neues…

Gestützt wird von dieser Analyse, dass das Voynich-Manuskript eine „Geschichte“ hat, was der Annahme einer modernen Fälschung (etwa durch Wilfrid Voynich auf der Grundlage alten Pergamentes) widerspricht. Dies war jedoch auch vorher (den meisten Untersuchern) klar.

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Qokeedy qokeedy qokedy qokedy qokeedy

Mittwoch, 28. Oktober 2009 2:18

Über diesen „Text“ auf der Seite f75r hat sich wohl jeder schon einmal gewundert, der das Manuskript verstehen wollte. Zu einer Sprache scheint das nicht zu passen.

Oder vielleicht doch? Hier die „Geschichte des Shi der Löwen isst“ von Zhào Yuánrèn in klassischem Chinesisch, nach der heutigen Aussprache in Pinyin transkribiert:

„Shï Shì shí shï shǐ“

Shíshì shïshì Shï Shì, shì shï, shì shí shí shï.
Shì shíshí shì shì shì shï.
Shí shí, shì shí shï shì shì.
Shì shí, shì Shï Shì shì shì.
Shì shì shì shí shï, shì shǐ shì, shǐ shì shí shï shìshì.
Shì shí shì shí shï shï, shì shíshì.
Shíshì shï, Shì shǐ shì shì shíshì.
Shíshì shì, Shì shǐ shì shí shì shí shï.
Shí shí, shǐ shí shì shí shï, shí shí shí shï shï.
Shì shì shì shì.

Quelle: deutsche Wikipedia | english version

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Die Voynich-Blogs

Dienstag, 26. Mai 2009 3:21

Dieses Voynich-Blog ist mein ältestes Internet-Projekt mit einem WordPress.

Als ich es im Jahre 2005 begann, war WordPress noch eine kleine und sehr überschaubare Software, die durchaus ihre rauen Ecken und Kanten hatte, aber ihren Zweck dennoch gut erfüllte. Ich hatte das Blog damals aufgesetzt, um meine Betrachtungen zum Voynich-Manuskript ein bisschen von meiner eher gesellschaftskritischen Homepage zu trennen. Zu einem Blog habe ich mich nicht etwa entschlossen, weil ich damals so begeistert von dieser Form des Publizierens gewesen wäre, sondern weil ich mich für die eher seltenen Publikationen nicht mit einem vollwertigen CMS herumschlagen wollte, aber auch die fehlerträchtige Mühe mit handgeschriebenem HTML und FTP-Uploads vermeiden wollte. Die damals verfügbaren Blogsysteme traten mir da als brauchbare Softwaregattung mittlerer Komplexität entgegen, und warum nicht einmal mit etwas Neuem experimentieren…

Nun gut, es sollte nicht mein letztes Blog bleiben – inzwischen betreibe ich eine Handvoll davon. Dieses Blog hat allerdings die längste Geschichte, es ist mehrfach auf verschiedene Domains umgezogen und hat auch schon einen Wechsel des Servers hinter sich. Es wird nur wenig gelesen – was wohl am Thema liegt – aber es ist mir dennoch ans Herz gewachsen. Außerdem kann ich an den Zugriffszahlen immer so schön sehen, ob das Thema unseres „verdammten Manuskriptes“ mal wieder durch die deutschen Medien geht, denn dann suchen eben viele Menschen im Internet nach weiteren Informationen.

Inzwischen haben jedoch mehrere Voynich-Forscher entdeckt, dass ein Blogsystem eine ganz brauchbare Möglichkeit des einfachen Publizierens von Gedanken, Betrachtungen und Ergebnissen ist. Natürlich sind die meisten dieser Blogs in englischer Sprache, ich bin als deutscher Autor doch etwas seltenes. Die mir bekannten Voynich-Blogs sind die folgenden:

Und zu diesen Blogs ist jetzt ganz frisch ein weiteres Blog hinzugekommen, das ich für die regelmäßige Lektüre empfehlen kann, wenn es kein Problem ist, Englisch zu lesen:

Natürlich wird die englischsprachige Mailingliste (hoffentlich) auch in Zukunft der Ort des internationalen Austausches sein und die primäre Stelle, an der neue Erkenntnisse mitgeteilt werden; eine Zersplitterung der Kommunikation durch das tendenziell dezentrale Bloggen ist zurzeit noch nicht zu befürchten.

Aber dennoch, sollten in Zukunft noch weitere Blogs zum Voynich-Manuskript geführt werden, könnte es schnell etwas unübersichtlich für einen interessierten Leser sein. Drei bis vier regelmäßig aktualisierte Websites sind noch sehr überschaubar, aber sind es erstmal sieben, acht oder mehr, denn wird es zunehmend schwieriger, sich auf dem Laufenden zu halten.

Von daher kann ich jedem Interessierten schon jetzt empfehlen, die RSS-Feeds der Blogs zu benutzen und sich einen guten RSS-Reader auszusuchen. Wer regelmäßig bloggt und andere Blogs regelmäßig liest, kann sich kaum noch ein Leben ohne RSS-Reader vorstellen. Die Benutzung dieser Programme ist relativ einfach.

Vielleicht wird ja eines Tages jemand einen RSS-Aggregator im Internet zur Verfügung stellen, ähnlich, wie ich es bereits für die Blogs aus Hannover tue. Noch scheint mir das unnötig, aber warten wir noch ein paar Monate…

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